manchmal habe ich das gefühl, ich passte einfach nicht mehr in dein leben. also hast du mich langsam, aber sicher rausgeschubst - bis ich gegangen bin. damit du den schritt nicht mehr selbst machen musstest. weil du schon so viele schritte zuvor selbst gehen musstest. ich frage mich dann: ist es wirklich das, was du wolltest? oder war es einfach nur die konsequente weiterführung vorheriger entscheidungen? wolltest du mich nicht mehr? oder wolltest du einfach nicht mehr daran erinnert werden, was du stattdessen hättest haben können? manchmal habe ich das gefühl, ich war die personifizierung deines schlechten gewissens. gegenüber dir selbst und dem leben, dass du dir eigentlich gewünscht hast, aber nicht haben konntest. ich verkörpere genau die dinge und die welt, gegen die du dich entschieden hast, als du damals in den flieger gestiegen bist. eine last, die du hinter dir lassen musstest. um dort drüben leichteren fußes etwas neues zu beginnen. du hast mich zurückgelassen, um schneller aufsteigen zu können. ich kann nur für dich hoffen, dass dir kein freier fall mit harter landung bevorsteht. denn dann werde ich nicht mehr da sein, um dich aufzufangen.
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10 anmerkungen:
mir wird ganz mulmig. wenn es wirklich so ist, wie du glaubst, dann hat derjenige eindeutig eine fehlentscheidung getroffen, dich gehen zu lassen und dass holt ihn irgendwann auch wieder ein.
die typischen fünf phasen einer trennung ... currently: du gibst ihm die schuld.
Das klingt sehr ehrlich. Und vielleicht ist es wirklich so. Er hat sich für ein neues Leben entschieden und du warst das letzte Überbleibsel aus dem alten Leben.
@lucie
spannender punkt. hab' das mal gegooglet und bin zu dem schluss gekommen, dass ich wohl tatsächlichen die fünf klassischen phasen erlebe - aber wohl eher die der trauer. das passt ganz gut. danke für die anregung.
du schreibst so verdammt gut !
nur, wer sagt denn dass er fällt?
@anonym
dann freue ich mich für ihn.
ich bin begeistert! wundervolle texte und ein blog, auf dem jemand ganz viel schreibt - wunderbar <3
Ich bin dir so dankbar. Weil du aufschreiben kannst, wie es sich wirklich anfühlt. Das hilft mir, ein bisschen Licht in mein Herz-Chaos zu bringen. Mir werden so viele Dinge über mich selbst bewusst, wenn du über die Trennung schreibst. Das ist der Wahnsinn. Du bist der Wahnsinn.
in manchem von dem was du schreibst finde ich mich wieder. zumindest interpretiere ich es so, dass es auch zu mir passt. ich kenne die wut, und auch das schlechte gefühl danach.
hast du eigentlich jemals an eine "zweite chance" gedacht? einen neustart?
lg m.
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